Deckengemälde über das Heilswirken Jesu

Die Deckengemälde, die das Wirken Jesu zum Heil der Menschen aus den verschiedenen Evangelien darstellen, wurden 1743-1745 von dem Asam-Schüler Otto Gebhard aus Prüfening geschaffen.

Die Bilder sind ganz auf den Kirchenpatron St. Salvator, den Heiland, Erlöser und Retter der ganzen Menschheit, Jesus Christus, ausgerichtet.

 

Die drei Hauptszenen in der Mitte des Gewölbes verweisen auf die Eucharistiefeier:

1. Die Brotvermehrung deutet bereits auf das Letzte Abendmahl hin;

2. Das Letzte Abendmahl war die Einsetzung der Eucharistie;

3. Der Hauptmann von Kafarnaum zeigt uns, wie wir die hl. Kommunion empfangen sollen.

Die Nebenbilder sollen mit ihren warmen Rot-, Braun- und Gelbtönen die Menschenfreundlichkeit Jesu zum Ausdruck bringen und seine liebevolle Hinwendung gerade zu den Hilfsbedürftigen, den Kranken, den Ausgestoßenen und den Sündern widerspiegeln. Nur in wenigen Kirchen wird das Wunderwirken Jesu zum Heil der Menschen so deutlich dargestellt, wie hier in der Hostien-Wallfahrtskirche St. Salvator. Während seines öffentlichen Lebens heilte Jesus Kranke von körperlichen wie auch seelischen Leiden. Den Sündern hat er die Sünden vergeben und alle zur Umkehr aufgerufen, mit dem dringenden Hinweis auf das kommende Reich Gottes. Er hat alle in das Himmelreich  eingeladen, besonders die Ausgestoßenen. Eins mit dem Vater, wirkte er alle diese Wunder und verschenkte sich in Liebe an die Menschheit zu deren Heil und Rettung. Er lebte aus der innigen Beziehung zu seinem Vater, den er Abba nannte. Aus der Kraft des Gebetes konnte Jesus den Willen des Vaters bis zum Tod am Kreuz annehmen. Mit der Hingabe seines Lebens brachte er der ganzen Menschheit das Heilsgeschenk Gottes, das sich in seiner Auferstehung am Ostersonntag als Sieg über den Tod erkennbar machte. Die Bilder zeigen, dass Jesus das Reich Gottes nicht nur angekündigt hat, sondern dass es durch sein Wirken bereits angebrochen ist. Die Deckengemälde sind Ausdruck der Hoffnung auf Heilung und Rettung für alle, die sich ihm zuwenden und ihm nachfolgen.

 Der Hauptmann von Kafarnaum: Mt 8,5-13

„Herr, ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst; sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund.“(Mt 8,8b)

Vielleicht fühlen wir uns auch wie der Hauptmann von Kafarnaum: nicht wert, nicht würdig, dass Jesus das Haus unserer Seele betritt. Vielleicht weil wir jahrelang keinen Kontakt mit ihm hatten oder nur einen sehr oberflächlichen. Wenn wir Jesus aber bitten, wird er gerne unserer Einladung nachkommen. Insbesondere, wenn wir unser Haus durch das Sakrament der Beichte für ihn schön hergerichtet haben.

Die Speisung der Fünftausend: Mt 14 13-21

„…Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten, und alle aßen und wurden satt. Als die Jünger die übrig gebliebenen Brotstücke einsammelten, wurden zwölf Körbe voll.“ (Mt 14,19b-20)

Jesus schickt die Menschen nicht weg. Er weiß um ihre Sorgen und um ihren Hunger. Er will diesen Hunger stillen. Er will ihnen Leben schenken; er will ihnen das Leben in Fülle schenken. So sättigt er die hungernden Menschen nicht nur, er gibt ihnen im Überfluss.

Das letzte Abendmahl: Mk 14,17-25

„Während des Mahls nahm er das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es ihnen und sagte: Nehmt, das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, reichte ihn den Jüngern, und sie tranken alle daraus. Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.“ (Mk 14,22-24)

Jesus, du hast beim Letzten Abendmahl den Jüngern Brot und Wein gereicht und gesagt: „Das ist mein Leib“ und „Das ist mein Blut“. Bei jeder heiligen Messe spricht der Priester in deinem Namen stellvertretend diese Worte und so wird auch heute Brot und Wein in deinen Leib und dein Blut verwandelt. Bis zum Ende der Zeiten willst du dich uns so zur Speise und zum Trank geben. Wir danken dir, dass du uns auf diese Weise stärken und lieben willst.

Der Sturm auf dem See: Mt 8,23-27

 

„…Herr, rette uns, wir gehen zugrunde!“ (Mt 8,25b)

Ein heftiger Sturm tobt; die Wellen schlagen ins Boot, und es droht unterzugehen. Die Jünger sind voller Angst – und Jesus schläft. Sie wecken ihn, und er gebietet dem Sturm Einhalt. Im Leben jedes Menschen kann plötzlich und unerwartet alles aus den Fugen geraten, weil ein heftiger Sturm tobt. Wo ist Jesus, wo ist Gott in diesen Situationen? Gott will, dass der Mensch sich ganz auf ihn ausrichtet und ihm voll vertraut, auch und besonders in Sturmzeiten. Dabei darf sich der Mensch der Gegenwart Gottes immer bewusst sein: Gott schläft nicht! Er kann jedem Sturm gebieten, auch heute!

„Denn jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.“   
(Röm 10,13)

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