Gedanken zu Advent und Weihnachten

Wenn wir jetzt im Advent gefragt werden, wie es uns so geht, sollte in der Antwort eigentlich Freude über das bevorstehende Weihnachtsfest zum Ausdruck kommen. Doch meist hören wir nur von Stress, viel Arbeit und ähnlichen Belastungen.

Jedem ist klar, dass wir fast alle in etwas hineingezogen worden sind, was den ursprünglichen Sinn des Weihnachtsfestes ins Gegenteil verkehrt. Warum ist es soweit gekommen? Nicht der anonyme, nicht zu fassende  Zeitgeist stiehlt uns die Freude an Weihnachten. Für viele Fehlentwicklungen der Adventszeit und von Weihnachten lassen sich konkrete Gründe finden.

Ein klares Wort zum Thema Ehe und Familie

Im Vorfeld der Bischofssynode zum Thema Familie, die im Oktober 2014 im Vatikan stattfindet, hat das Thema Ehe und Familie neue Aktualität erlangt. Es gibt dazu viele Stellungnahmen und Diskussionsbeiträge. Die slowakischen Bischöfe haben sich zum ersten Adventssonntag 2013 mit einem Hirtenbrief an die Gläubigen gewandt. Darin betonen Sie, dass die Ehe zwischen Mann und Frau und die Familie gottgewollte Einrichtungen seien, für die es sich einzusetzen gelte. Dieses Bischofswort ist ein mutiger Beitrag im Hinblick auf die Familiensynode. Wir dürfen darin auch einen Aufruf sehen, darüber nachzudenken, wie jeder Einzelne sich für Ehe und Familie stark machen kann.

 

Hirtenbrief der slowakischen Bischofskonferenz zum ersten Adventssonntag 2013
 
Liebe Brüder und Schwestern!

Die Adventszeit, die heute beginnt, ist die Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten. Dieses Fest erinnert uns an das Kommen des Sohnes Gottes in diese Welt.

Wie er selbst sagt, ist er gekommen, damit wir das Leben haben und es in Fülle haben (vgl. Joh 10,10). Das Wertvollste, was Gott der Welt und dem Menschen schenkte, ist gerade das Leben. Dafür hat er hier auf der Erde Bedingungen geschaffen und Gesetze festgelegt. Wenn wir sie einhalten, wird das Leben aufblühen. Wenn sich der Mensch gegen die göttliche Ordnung stellt, schafft er eine Kultur des Todes. Gott sorgt sich außerordentlich um den Menschen.

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