Waldkapelle hinter der Heilstätte in Donaustauf

Etwa 200m nördlich der Klinik Donaustauf, die im Volksmund „Heilstätte“ genannt wird, findet man etwas abseits des Weges im Wald eine kleine Kapelle zu Ehren der Mutter Gottes.
Diese Kapelle ist für viele zu einem Ort des stillen und persönlichen Gebets geworden.

Es freut, dass sich für die Pflege und Erhaltung solcher Orte immer wieder Menschen finden, die in dieser Aufgabe Erfüllung finden.

Bis kurz vor ihrem Tod im Jahr 2015 hat sich Frau Barbara Tiesel viele Jahre um die Kapelle gekümmert. Die hundertjähre Wiederkehr der Erscheinungen von Fatima war für die Tochter von Frau Tiesel der Anlass, die besondere Beziehung ihrer Familie zu dieser Marienkapelle zeugnishaft darzustellen:

Unsere Familie hat eine innige und enge Beziehung zu dieser Marienkapelle. Im Jahr 1931, dem Geburtsjahr meiner Mutter, verstarb ihr Vater im Krankenhaus Donaustauf, er war dort Pfleger. Er steckte sich an einer damals unheilbaren Krankheit (TBC) an und erlag dieser Krankheit. Auch mein erkranker Vater verbrachte zwischen 1953 und 1955 viele Wochen in der damaligen Lungenheilstätte.

Während des II. Weltkrieges und vielleicht schon früher war auf der Fläche neben der Kapelle ein Friedhof für die in der Heilstätte (Lazarett!) verstorbenen Soldaten, Pfleger, Ärzte und Mitarbeiter angelegt. Während der Kriegsunruhen konnten sie nicht in ihrer Heimat bestattet werden. Nach dem Krieg wurden alle dort Beerdigten exhumiert und die sterblichen Überreste in ihre Heimat überführt. Dies hat mir meine Großmutter und meine Mutter oft erzählt.

 Nach dem Krieg wurde im Jahr 1953 auf Anregung von Frau Oberin Schwester Gallena durch das Krankenhauspersonal zum Gedächnis für die in der Heilstätte Verstorbenen die Waldkapelle erbaut.

Seit ca. 1996 bis Herbst 2014 hat sich meine Mutter mit großer Liebe und Hingabe um die ,,Marienkapelle bei der Heilstätte" gekümmert: Blumenschmuck, die Kapelle sauber halten, den Weg kehren, gießen u.v.m. Bei gutem Wetter besuchte sie fast täglich die Kapelle, um zu beten. Ich begleitete sie manchmal. Wir konnten beobachten, dass sehr viele Menschen, Patienten, Angehörige, Fremde, Einheimische, Radler und Spaziergänger bei der Marienkapelle inne hielten und in der Stille dort verweilten; zur Kraftschöpfung, um Ruhe zu finden, zum Besinnen und ganz sicher zum Beten.

 

 

 

 

 

 

Folgendes Gebet betete meine Mama immer als aller Erstes beim Besuch der Heiligen Mutter Maria im Krankenhaus-Wald:

 

Unter Deinen Schutz und Schirm fliehen wir,
o heilige Gottesgebärerin.
Verschmähe nicht unser Gebet in unsern Nöten,
sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren,
o Du glorreiche und gebenedeite Jungfrau.
Unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin.
Versöhne uns mit Deinem Sohne,
empfiehl uns Deinem Sohne,
stelle uns vor Deinem Sohne.
Amen.

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