Hilfe im Trauerfall

Mut machen, sich mit dem eigenen Tod und dem Tod naher Angehöriger rechtzeitig zu befassen, war das Ziel eines Vortrags von Diakon Walter Karger am 24. Oktober.

Trauer und Schmerz können durch gute Ratschläge nicht gemindert werden. Aber man kann Verwirrung und unnötige Aufregung vermeiden, wenn man sich rechtzeitig mit dem Sterben beschäftigt und schon vor dem Todesfall Entscheidungen trifft. Diakon Karger gab Anregungen, wie man Sterbende begleiten kann. Dabei spielen für die Christen die Sterbesakramente, die von Pfarrer Erich Renner erläutert wurden, eine wichtige Rolle.

Die vielen Entscheidungen, die nach dem Sterben von den Angehörigen zu treffen sind, können zum großen Teil schon Jahre vor dem Tod von jedem selbst getroffen werden. Solche rechtzeitig getroffenen Entscheidungen stellen sicher, dass man so beerdigt wird, wie man es sich selbst vorstellt. Die Entscheidungen sind auch eine große Hilfe für die Hinterbliebenen. Wenn man sich rechtzeitig mit dem Sterben befasst, vermeidet man in den Tagen nach dem Tod unnötige Unruhe und Verwirrung. Nicht zuletzt kann eine gute Vorbereitung auch Kosten sparen.

Mit Bedauern stellte Diakon Karger heraus, dass durch die Verdrängung des Sterbens aus dem Alltag und manche Formen der Bestattung, die Bewältigung des Todes von nahen Angehörigen oder Freunden erschwert werden kann. Das Vermeiden schmerzlicher Momente hilft nur im Augenblick, vielfach bricht der Schmerz dann später durch und die Trauerphase dauert länger.

Diakon Karger regte an, sich in ruhigen Zeiten über die verschiedenen Angebote der Bestatter zu informieren. Besonders hilfreich ist es auch für die Angehörigen, wenn man alle wichtigen Dinge, die die Hinterbliebenen wissen sollten, in einer Mappe niederschreibt. Eine gute Hilfe ist hierbei die vom Landratsamt Regensburg kostenlos zur Verfügung gestellte „Notfallmappe“. Diese kann auch über folgenden Link heruntergeladen werden:

https://www.landkreis-regensburg.de/Landratsamt/Buergerservice/Senioren-Inklusion/Vorsorge-Betreuung/Notfallmappe.aspx

Das große Interesse der Zuhörer wurde auch durch die lebhafte Beteiligung der Zuhörer deutlich. Besonders beeindruckten dabei die Schilderungen, wie Kinder vorbehaltlos und natürlich mit dem Sterben umgehen. Etwas, das den Erwachsenen abhanden gekommen ist. Der Tod gehört zum Leben – er kann nicht verdrängt werden.



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