Exerzitien der Pfarrei Donaustauf im Exerzitienhaus der Pallottiner in Hofstetten vom 9.-12 März 2017

„Am Ende wird mein unbeflecktes Herz triumphieren“

100 Jahre Erscheinungen der Muttergottes in Fatima

 

Anlässlich des Jubiläums der Erscheinungen der Muttergottes in Fatima stellte  Pfr. Erich Renner die diesjährigen Exerzitien der Pfarrei unter das Wort der Muttergottes vom  13. Juli 1917: „Am Ende wird mein unbeflecktes Herz triumphieren.“

Die Botschaften von Fatima wurden nach eingehender Prüfung im Jahr 1930 von der Kirche anerkannt.

Die Worte der Päpste zu Fatima sollten aufhorchen lassen: Pius XII. bezeichnete Fatima als einen der „größten Eingriffe Gottes durch Maria in die Weltgeschichte seit dem Tod der Apostel“.

Papst Johannes Paul II. studierte nach dem Attentat auf ihn (13. Mai 1981) die Unterlagen über Fatima  und kam zur Erkenntnis, dass die einzige Lösung aller Weltprobleme in der Erfüllung der Botschaft von Fatima liegt. Er bezeichnet die Botschaft von Fatima als „Die Botschaft des Jahrhunderts“. Für ihn ist die Botschaft von Fatima „die prophetischste aller Marienerscheinungen“. Unser emeritierter Heiliger Vater Papst Benedikt sagte am 13. Mai 2010: „Wer glaubt, dass die prophetische Mission Fatimas beendet sei, der irrt sich.“

Es ist wichtig, dass wir die Botschaften von Fatima aufnehmen wie die Hirtenkinder und in der Haltung Mariens: mit ihrem „fiat“, mit ihrer Offenheit, ganz im Willen Gottes.

Mutter Teresa sagte: „Europa ist krank. Europa braucht Maria.“

Fatima ist ein Aufruf umzukehren. Das heißt: Wir müssen umdenken. Wir müssen die Richtung ändern. Wir müssen auf Gott zugehen. Dieser Weg der Umkehr ist ein Weg der Freude.

Das Wort der Muttergottes: „Am Ende wird mein unbeflecktes Herz triumphieren“ ist eine Verheißung, die nicht an Bedingungen geknüpft ist. Wir können aber daran mitwirken und das Kommen des Triumphes beschleunigen.

Die letzte Schlacht vor dem Triumph des unbefleckten Herzens Mariens wird, so die Seherin Sr. Lucia, um Ehe und Familie geschlagen.

 In den Botschaften von Fatima ist von Sühne die Rede.

Was ist Sühne?

Es ist wichtig zu unterscheiden: Buße ist die Wiedergutmachung für eigene Sünde und Schuld. Sühne ist stellvertretende Wiedergutmachung für die Sünde und Schuld anderer.

Und schon sind wir im Kern des Evangeliums. Der Kern des Evangeliums ist unsere Erlösung, ist das Opfer Jesu am Kreuz. Jesus starb für unsere Sünden, für die Sünden der ganzen Menschheit. Er tat Sühne für uns. Er leistete Wiedergutmachung für die Sünden. Die Botschaft des Kreuzes lautet: Gott ist die Liebe. Aus Liebe hat Gott seinen Sohn hingegeben für uns; Jesus wiederum gab sich am Kreuz hin für uns, aus Liebe und in Freiheit. Er ist das Lamm Gottes, das unsere Sünden auf sich nimmt.

„Das Kreuz“, so Pfr. Erich Renner, „erscheint uns grausam, sinnlos.“ Eigentlich will man das Kreuz entfernen, aus dem eigenen Leben, aus den Klassenzimmern, aus den Gerichten. Aber ich kann meinem Kreuz nicht ausweichen. Wenn ich mein Leiden und meine Kreuze jedoch mit dem Kreuz Christi verbinde, dann bekommt mein Leiden, dann bekommt mein Kreuz einen tiefen Sinn. Dann kann ich am Erlösungswerk Christi teilhaben und an der Erlösung anderer mitarbeiten. Ich nehme die Haltung Christi an, öffne mich für die Liebe Gottes und schöpfe „aus den Quellen des Heils“. Mit Christus verbunden kann ich mein Kreuz anders tragen. Ich nehme meine Leiden, die Unannehmlichkeiten des Tages in Freiheit und Liebe an und kann so stellvertretend für andere Sühne tun und die Liebe Gottes annehmen. Mein Leben wird verwandelt. Es kommt Freude in mein Leben trotz Kreuz und Leiden.

„Die Heiligen Herzen Jesu und Mariens haben mit euch Pläne großen Erbarmens.“, so sagt der Engel zu den Hirtenkindern bei der zweiten Engelserscheinung im Sommer 1916. Das gilt auch uns. Gott hat seine Pläne mit uns. Wir dürfen an seinen Plänen mitwirken. „Diese Mitarbeit“, so führt Pfarrer Renner aus, „gibt uns große menschliche Würde. Wir dürfen durch unsere Sühne mithelfen bei der Rettung der Seelen.“

In Fatima geht es um Sühne – aber es geht auch um Freude, die von Gott kommt; diese Freude dürfen wir weitergeben an andere. Es ist eine Freude, die aus dem Bewusstsein kommt, dass wir von Gott geliebt sind.

 In Fatima ist auch mehrfach von der Hölle die Rede, ja die Kinder haben sogar eine Höllenvision. Die Muttergottes will uns keine Angst machen, sie will uns auch nicht einschüchtern. Aber die Hölle ist eine Wirklichkeit und auf diese Wirklichkeit weist die Muttergottes hin.  Sie will die Kinder – und somit auch uns – anspornen zum Gebet für die Bekehrung anderer. Aus Liebe hat Gott den Menschen die Freiheit geschenkt. Das beinhaltet auch die Freiheit, sich für oder gegen Gott zu entscheiden. „Hölle ist: Wenn einer die Liebe Gottes nicht ertragen kann, weil er zu stolz ist, sie anzunehmen.“ (P. Winfried Wermter)

Die Muttergottes sagt bei der Erscheinung vom 19. August 1917, dass viele Seelen in die Hölle kommen, weil niemand für sie betet und opfert. Das Heil vieler hängt also ab von unserem Mitwirken, besonders vom „Mitwirken der Priester, der Väter und Mütter“, wie Pius XII. sagte.

Die Stellvertretung, wie sie die Muttergottes in Fatima erbittet, ist der Weg der Nachfolge Christi. Stellvertretung ist ein Wesensmerkmal des Christentums.

Wie sollen wir nun aber Sühne tun? Diese Frage beantwortet der Engel bereits bei seiner Erscheinung im Sommer 1916: „Bringt Gott dem Herrn ständig Gebete und Opfer dar!“ „ Bringt alles, was ihr könnt, Gott als Opfer dar…“ Die Betonung liegt, so Pfr. Renner, auf den Worten „ständig“ und „alles“. Das Opfer muss nicht unangenehm sein. Man kann auch das, was Freude bereitet, als Opfer darbringen.

Wir haben oft eine falsche Vorstellung von Sühne: ich darf mir nichts mehr gönnen, das Leben wird dann ganz trist; der Glaube nimmt mir die Lebensfreude…

Das Gegenteil ist der Fall: ich bekomme Freude, die von innen kommt, Freude, die von Gott kommt.

Das Opfer, die Sühne brauchen wir nicht zu suchen. Einfach Ja sagen zu den täglichen Unannehmlichkeiten. Immer in der Haltung der Verfügbarkeit sein. Immer bereit, den Willen Gottes zu tun. Das ist das größte Opfer.

Diese Bereitschaft kann man allerdings fördern durch punktuelle Opfer: z.B. durch Fasten, kleine Verzichte, den Eigenwillen eindämmen, sich selbst ertragen.

Die beste Sühne ist meine eigene Bekehrung. Dann werde ich frei von mir selber, für ein Leben für Gott und den Nächsten.

Das Seherkind Jacinta sagt oft, wie es die Muttergottes sie am 13.7.1917 gelehrt hatte: „O Jesus, das tue ich aus Liebe zu dir, für die Bekehrung der Sünder und zur Sühne für die Sünden gegen das Unbefleckte Herz Mariens." Liebe ist das Wesen des Opfers.

Schlechte Gedanken zurückweisen

  • Ich glaube an die Liebe Gottes, auch wenn ich sie nicht spüre. Der Widersacher ist es, der uns immer einreden will, dass wir nicht geliebt sind.
  • Die Lügen des Widersachers werden durch die Hl. Schrift entlarvt.
    z.B. du hast den „falschen Mann/ die falsche Frau“ geheiratet – nein. Dieser Mann/ diese Frau ist das Werkzeug für meine Heiligkeit. Ich widersage diesen
  • Ich widersage dem Gedanken: Das schaffst du nicht! – Die Heilige Schrift sagt, dass du täglich dein Kreuz auf dich nehmen sollst. Täglich – das schaffst du, mit der Gnade Gottes natürlich.
  • In jedem Kreuz ist eine Gnade verborgen. Für mich und für andere. Dies Geschenk, diese Gnade gilt es anzunehmen und auszupacken. Diese Gnade wird bewahrt bis in alle Ewigkeit. Bei Nicht-Annahme geht die Gnade verloren. Wir müssen sozusagen „durch die Verpackung schauen“, das Eigentliche sehen, in Liebe und Freiheit annehmen mit den dazu gehörigen Gnaden.
  • Im Herzen findet ein Kampf statt: ständig schlechte Gedanken…
    Mit der Heiligen Schrift können wir den Kampf dagegen aufnehmen. Durch gute Worte der Heiligen Schrift können wir die schlechten Worte zurückdrängen.
    Das Wort Gottes heilt. Den negativen Gedanken keinen Raum geben.
  • Wenn ich an einem Menschen oder an einem Zustand hänge, dann wird dieser zum Götzen. Dann versklave ich mich.

Zustand: Ich denke beständig: Wenn mein Ehepartner endlich, nach 30 Jahren Ehe, seine Socken aufräumen würde, dann, ja dann, wäre ich glücklich und zufrieden. Oder wenn der Ehepartner endlich lernen würde die Mülltonne vor die Türe zu stellen, dann wäre ich glücklich…Jeder kennt jede Menge Beispiele dieser Art. Diese Gedanken versklaven mich, alles dreht sich nur um die Erreichung dieses Zustandes.

Kein Mensch, kein Zustand kann mir letzte Erfüllung geben, nicht einmal mein Ehepartner. Nur Gott ist die letzte Erfüllung.

Überlegen wir einmal: Wo ist mein Götze? Woran hänge ich so sehr, dass es mich versklavt?

 Liebe ohne Bedingung macht frei. Gott hat uns geliebt, als wir noch Sünder waren. Also sollen auch wir ebenso bedingungslos lieben. Liebe rechnet nicht.

 Fatima ist Aufruf zum Gebet. Der Engel fordert die Kinder auf: Betet viel! Durch das Gebet ziehen wir den Frieden herab.

Gebet und Opfer hängen zusammen. Das Opfer ist eine Form des Gebetes. Die Liebe, die in dem Opfer enthalten ist, bleibt in Ewigkeit erhalten.

 Durch unser Gebet können und dürfen wir in die Weltgeschichte eingreifen:

Das Gebet der Kinder und der anderen Beter bewirkte, dass in Portugal die Freimaurer zurückgedrängt wurden und der Glaube dort nicht ausgelöscht, sondern gestärkt wurde.

Wenn die Menschen auf die Muttergottes gehört hätten, wäre der zweite Weltkriege, der Kommunismus und die Verfolgungen der Kirche zu verhindern gewesen.

Die Muttergottes fordert uns immer wieder auf zum Beten des Rosenkranzes. Der Rosenkranz ist die mächtigste Waffe. Es gibt kein Problem, weder materieller noch geistiger Art, das nicht durch den Rosenkranz gelöst werden könnte. Täglich sollen wir den Rosenkranz beten, oder wenigstens ein Gesätzchen, um den Frieden zu erlangen. Den Frieden hat Gott der Muttergottes anvertraut, wie wir der Botschaft vom 13. 7.1917 entnehmen können.

Jesus wird durch die Sünden der Menschen beleidigt. Durch unsere Anbetung können wir Jesus trösten. Anbetung ist eine Form der Sühne für die Gleichgültigkeiten und Schmähungen gegenüber Gott.

 Der Kern von Fatima ist die stellvertretende Sühne für die Bekehrung der Sünder. Das geschieht durch Gebet und Opfer und durch die Verehrung des unbefleckten Herzens Mariens.

Maria ist der Rest vom Paradies. Nirgends kann ich Gott so begegnen wie im unbefleckten Herzen Mariens.

Die Lebensaufgabe Lucias war die Andacht und Verehrung des unbefleckten Herzens Mariens zu fördern. Bei einer Erscheinung in Pontevedra am 10. 12. 1925 beklagte das Jesus-Kind gegenüber Sr. Lucia, dass das Herz seiner Mutter ständig von der  Undankbarkeit der Menschen durchbohrt werde und dass niemand Sühne leiste, um so die Dornen wieder hinauszuziehen.  Die Muttergottes wünschte die Einführung der 5 Herz-Mariä-Sühne-Samstage zur Wiedergutmachung für die Beleidigungen ihr gegenüber. Diese Erscheinung wurde 1939 anerkannt und gehört zur Botschaft von Fatima dazu, da sie inhaltlich bereits 1917 angeklungen sind.

Die Andacht der 5 Samstage bringt demjenigen Segen, der sie feiert und außerdem Segen für die ganze Welt.

Warum sollen es ausgerechnet 5 Samstage sein? Jesus selber beantwortet diese Frage von Sr. Lucia: wegen der 5 Arten von Beleidigungen gegenüber seiner Mutter. Es geht um  - die unbefleckte Empfängnis Mariens – ihre Jungfräulichkeit – ihre Mutterschaft -

Jene, die öffentlich versuchen in den Herzen der Kinder Gleichgültigkeit, Verachtung oder sogar Hass zu säen – jene, die sie direkt in ihren Bildern verunehren.

Die Muttergottes hat 5 Wünsche für die 5 Samstage:

Beichte – Kommunion – Rosenkranz – 15 Minuten lang ein Gesätz des Rosenkranzes betrachten – die Absicht bei Beichte, Kommunion, Rosenkranz und Betrachtung Sühne zu leisten.

Am 13. Juli 1917 wünschte die Muttergottes die Weihe Russlands an ihr unbeflecktes Herz. Die Päpste haben mehrere Weltweihen durchgeführt. Russland wurde nicht explizit genannt, dennoch hatten die Weihen große Auswirkungen. Johannes Paul II. weihte u.a. auch Litauen und Russland, ohne die Namen direkt zu nennen (1984). Als Folge der Weihe fiel der Eiserne Vorhang.

In anderen Erscheinungsorten wünscht die Muttergottes die persönliche Weihe, insbesondere im norditalienischen Schio.

7 Gründe, das Herz Mariä zu verehren:

  • Die Nachahmung Mariens: sie ist Vorbild im Gebet, im gehorsam, in der Sühne. Wenn wir in die Schule Mariens gehen, nehmen wir ihre Herzensgesinnung an, wir werden ein Herz und eine Seele mit Maria und so auch mit Christus.
  • Maria ist die Gussform, in der man zu einem zweiten Christus geformt wird.
  • Schutz: Satan fürchtet das Herz Mariens wegen Reinheit, Gehorsam und Demut.
    Maria schützt uns wie die Arche vor der Sintflut des Bösen.
    Zum Schutz hat uns Maria auch die „Wunderbare Medaille“ gegeben mit der Anrufung: „O, Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen.“
  • Fürsprecherin
    Die Herzen Jesu und Mariens sind in vollkommener Einheit. Unsere Gebete erlangen Mehrwert, wenn Maria Fürbitte tut. Jesus will das so.
    Maria ist „Miterlöserin“, sie hat mitgewirkt an der Erlösung aufs engste mit Jesus verbunden. Maria ist das Meer der Gnaden. In Maria finde ich alle Gnaden und Gott selber.
  • Die mütterliche Liebe Mariens ergänzt jeden Mangel an Liebe in den Seelen.
    Heilung innerer Verletzungen. „Das Herz Mariens ist ein Sanatorium für Leib und Seele.“
  • Nachahmung Jesu
    Wir ahmen Jesus nach in seiner Liebe zu seiner Mutter. Wir trösten Jesus, wenn wir seine Mutter lieben.
    Jesus hat seine Mutter so sehr geliebt, dass er leidet, wenn sie beleidigt wird. Lehre des sel. Wilhelm-Josef Chaminade.
  • Weil  Gott es so will.
    „Siehe, deine Mutter!“ – das war die 1. Marienweihe. Da hat Jesus seinen Jünger – uns – seiner Mutter anvertraut.

 Jacinta sagte: Jesus will, dass an der Seite seines Herzens das Herz seiner Mutter verehrt wird.

Und Sr. Lucia schrieb in einem Brief (19.3.1939): Krieg und Frieden in der Welt hängen ab von der Übung der Andacht der Sühnesamstage verbunden mit der Weihe an das unbefleckte Herz Mariens.

Weihe dich dem unbefleckten Herzen Mariä. Vertraue dich Maria an, damit sie dir helfen kann. So kann der Plan Gottes mit dir verwirklicht werden.

Der entscheidende Punkt in der Menschheitsgeschichte war die Menschwerdung Gottes durch die Jungfrau Maria.

Im Buch der Offenbarung des Johannes ist vom Kampf der Frau mit dem Drachen die Rede:

„Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt.“ (Offb 12,1)

Seit jeher wird die Frau als die Muttergottes verstanden bzw. als die Kirche.

Die Frau ist von der Sonne umkleidet. Die Sonne ist Christus selber. Die Frau, Maria, erhält alles von ihrem Sohn, aus Gnade, weil er es so will. Er ist die Sonne und verleiht seiner Mutter die Strahlkraft.

 Das Sonnenwunder von Fatima ist der Beweis für die Echtheit der Botschaften. Beim Sonnenwunder blendet die Sonne nicht. Die Menschen können in die Sonne schauen. Die Sonne vertreibt die dunklen Wolken.

Maria bringt uns Christus, das Licht. Die Sonne, die Christus selber ist, vertreibt die dunklen Wolken, das Böse, die Sünden, den Drachen.

Christus ist das Licht, das uns erleuchtet und leitet. Wenn wir das Ziel der Auferstehung immer vor Augen haben, dann können wir den Weg des Kreuzes gehen. Weil Christus gesiegt hat, können auch wir täglich im Kampf aushalten und siegen. Für unseren täglichen Kampf ist uns so viel Gnade gegeben worden, dass wir siegen können. Gott überfordert nicht.

Die Auswirkung des täglichen Sieges:

  • Die Freiheit des Herzens, ja sagen zum Willen Gottes, das Aufbegehren des Herzens, der Widerstand gegen Gott nimmt ein Ende. Friede zieht ins Herz ein, das strahlt aus.
  • Auch das Schlechte gereicht uns zum Guten, wenn ich es annehme. Gott hat ja schon alles in seinem Plan für mein Leben eingebaut.
  • Freude im Heiligen Geist, Freude, die von innen kommt.
  • Fruchtbarkeit

Die Gnaden, die im Kreuz verborgen sind, annehmen. Nichts ungenützt lassen. Alles in „Gnadenkapital“ ummünzen.

Mich Gott ganz überlassen. Darauf vertrauen, dass er keine Fehler macht.

Die täglichen Siege bringen Licht in den von Gott verwandelten Alltag.

Die Liebe Christi siegt in mir bei allen Widerwärtigkeiten des Lebens. Um siegen zu können brauchen wir die tägliche innige Beziehung zum Herrn. Täglich brauchen wir die Erfahrung des Lichtes im Gebet und in der hl. Messe.

Die hl. Messe ist Quelle und Gipfel aller Sühne.

Auch in Fatima, schon bei der Erscheinung des Engels im Jahr 1916, stand die Eucharistie im Mittelpunkt (das Aufopferungsgebet, das der Engel die Kinder lehrte, die mystische Kommunion, die die Kinder aus seiner Hand empfingen).

Bei der Gabenbereitung darf ich all meine Gaben, meine Opfer, mit Liebe auf den Altar, auf die Patene oder in den Kelch legen, und auch mich selbst. Beid er Wandlung wird all dies in Vereinigung mit Christus gewandelt. Bei der Kommunion darf ich dann ganz eins werden mit ihm. Während des Tages darf ich häufig die geistige Kommunion üben. So wird nach und nach mein ganzer Alltag verwandelt.

Durch die Messe bekomme ich Kraft zur Hingabe. Durch meine Gaben, die ich bringe, meine Geschenke, meine Opfer, wird die Messe ehrlich, echt, lebendig und ist wirklich mit meinem Leben verbunden.

 Zusammenfassend kann man sagen, so Pfr. Renner:

Alles Heil kommt aus dem Opfer Christi am Kreuz, das im Opfer der hl. Messe gegenwärtig wird. Die Muttergottes von Fatima führt uns zu dieser Quelle, damit wir freudig daraus schöpfen für uns selber und für andere.

Der Weg zur Quelle lautet: Gebet, Opfer, Umkehr, Andacht zum unbefleckten Herzen Mariens.

Desto mehr wir diese Mittel einsetzen, desto mehr können wir aus der Quelle schöpfen.

Desto mehr wir schöpfen, umso mehr können wir täglich siegen und den Triumph des unbefleckten Herzens Mariens beschleunigen.

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